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Wie motiviere ich meine Mitarbeiter?

Viele sind der Überzeugung, dass man andere Menschen nicht motivieren kann. Wir sind schließlich alle intrinsisch motiviert und werden durch zu viel Intervention bloß demotiviert. Und letztendlich führen auch Boni und Prämien nur zu kurzfristigen Ergebnissteigerungen bzw. zu immer höheren Ansprüchen der Mitarbeiter. Doch ist das wirklich so? Wer Führungserfahrung hat, hat sicher schon einmal erlebt, wie positiv Mitarbeiter auf ein offenes Ohr des Vorgesetzten, die Einbindung in Entscheidungen und ehrliche Anerkennung reagieren. Diese und ähnliche Handlungen sprechen drei Grundmotive an, die zur Ausschüttung von Glückshormonen führen: Zugehörigkeit, Macht und Leistung. Die regelmäßige Anregung dieser Glückshormone führt zu mehr Loyalität, weniger Krankheitstagen und einer höheren Bereitschaft, sich für das Unternehmen zu engagieren. Es gibt viele Wege, dies in den Unternehmensalltag gezielt einzubringen. Hier einige Vorschläge, die besonders nachhaltig wirken:

  1. Betrauen Sie Fachkräfte neben dem Tagesgeschäft auch mal mit Aufgaben, die die Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Teams erfordern und daher vielleicht bisher von Ihnen selbst oder einer (anderen) Führungskraft übernommen wurden. Neben der Arbeitsentlastung für Sie bzw. die Führungskraft entstehen so neue Kommunikationswege im Unternehmen, die für schnellere Entscheidungen und bessere Lösungen genutzt werden können. Die beteiligten Mitarbeiter fühlen sich eingebunden, anerkannt und für den Erfolg des Unternehmens relevant. Die Motivation steigt.
  1. Verändern Sie einmal den Blickwinkel auf Ihre Mannschaft, indem Sie z.B. noch häufiger deren Fehler nicht als Ärgernis, sondern als Chance zum Lernen sehen. Fragen Sie ggf. offen und interessiert nach: Was sind die Erkenntnisse aus dem Geschehenen? Passiert so etwas häufiger? Was meint der Verursacher, wie sich ein solcher Fehler zukünftig vermeiden lässt?
    Beobachten Sie, was sich durch die neue Sichtweise bei Ihnen und Ihren Mitarbeitern verändert.

Bringen Sie Menschen, z.B. im Rahmen eines Workshops, in einem neuen Team zusammen und geben Ihnen eine Aufgabe, deren Sinnhaftigkeit für alle erkennbar ist. Hat dieses Team die Freiheit, selbständig eigene Lösungswege zu entwickeln, entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit auch über Abteilungsgrenzen hinweg. Gleichzeitig spüren die Teammitglieder, dass ihre Fähigkeiten gefragt und für das Ergebnis relevant sind. Die Motivation, sich weiter einzubringen, steigt. Für die Lösungsfindung bieten sich Kreativtechniken wie Brainstorming oder Mindmaps an. Ein Teammitglied kann bei Bedarf die Einhaltung von anfangs definierten Kommunikationsregeln sicherstellen, um möglicherweise entstehende Konflikte einfacher zu lösen.